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My Happy Run - Nadine Erzählt uns ihre persönliche Laufgeschichte!
Nadine Schäfer lebt und arbeitet in Köln. Vor über sechs Jahren hat Sie mit dem Laufen angefangen. Seitdem hat sie unvergessliche Laufmomente erlebt. Für brooksrunning.de hat die 33-jährige nun ihre schönsten Erfahrungen zusammengefasst.
Eine Frage, die man als Läufer oft beantworten muss, ist, wie bist du zum Laufen gekommen? Bei mir ist es auch nicht anders. Bekannte stellen mir schon mal gerne diese Frage. Sport habe ich eigentlich immer gemacht. Früher war ich Leistungsschwimmerin. Doch als ich mein Studium beendet hatte, war es schwierig, Hobby und Arbeit unter einen Hut zu bekommen. Zu selten konnte ich meinen Arbeitstag abschätzen, so dass es eigentlich unmöglich war, regelmäßige Zeiten und Termine einzuhalten. So versuchte ich es mit Laufen. Denn das kann ich immer und überall machen.
Schnell merkte ich, das Laufen für mich der perfekte Ausgleich zu meinem Berufsleben ist. Dabei habe ich zwei Arten von Laufen entwickelt: Zum einen laufe ich gerne alleine für mich, dann lasse ich meinen Gedanken freien Lauf, schalte ab und lasse den Tag Revue passieren und zweitens, veranstalte ich mit meinen Freunden kleine Freundesläufe. Es ist einfach herrlich, dass wir vor lauter erzählen und lachen das Laufen völlig vergessen und überrascht sind, wie schnell die 10, 20 oder manchmal auch 30 Km vorbei sind.
Aufgrund meiner Leistungssportvergangenheit brauche ich allerdings immer neue Ziele. Ich kann nicht einfach ziellos umher laufen. So war mein Ziel nach meinem ersten 10 Km-Lauf der Halbmarathon, nach dem ersten Halbmarathon der Marathon und nach einigen Marathonläufen ein Ultralauf über 80 Km.
Mir geht es allerdings weniger um die Zeit, vielmehr sehe ich die Städtemarathons als Sightseeingtouren und freue mich über jede neue Stadt, die ich laufend kennenlerne. In Erinnerung bleibt meist auch das unbeschreibliche Gefühl, wenn dich wildfremde Menschen anfeuern und nach vorne pushen, als ob sie selber laufen würden. Besonders hervorheben kann ich hier die Hamburger und Kölner, die bei Wind und Wetter stundenlang an der Straße stehen und unermüdlich bei den Läufern für Gänsehautstimmung sorgen.
Bei einer Strecke von 80 Kilometern ist es allerdings nicht ganz unwichtig, dass man das richtige Equipment hat. Bei mir hat es eine Weile gedauert, bis ich zum Beispiel den richtigen Laufschuh gefunden hatte. Die Auswahl ist einfach zu groß. Heute ist mein Favorit der "Glycerin" von Brooks, mit dem habe ich ohne Problem die 80 Km zurückgelegt.
Nachdem ich in Hamburg und mehrmals in Köln den Marathon gelaufen war, musste 2007 eine neue Herausforderung her. Durch einen Flyer eines Marathonreiseveranstalters wurde ich auf den Honolulu-Marathon aufmerksam. Da dachte ich mir, wieso nicht mal im Ausland laufen. Also machte ich mich auf den Weg ins 12.000 Kilometer entfernte Honolulu.
Um 5 Uhr morgens fiel bereits der Startschuss. So sollte verhindert werden, dass wir in der prallen Mittagssonne laufen mussten. Aber gleichzeitig bedeutete das für mich, dass mein Wecker um 3 Uhr losging. Auch wenn man um diese Zeit besser schlafen sollte, würde ich es auf der Stelle wieder tun. Die Stimmung unter den knapp 30.000 Läufern war einfach gigantisch. Alle feierten sich selbst. Unter den Startern waren hauptsächlich Asiaten. Europäer waren wirklich eine Ausnahme. Der Startschuss war ein großes Feuerwerk. Also nicht das ihr mich falsch versteht. Vor dem Start gab es ein richtiges Feuerwerk, wie bei Rhein in Flammen oder Kölner Lichter.
Die Erlebnisse während des Laufs werde ich nie vergessen: Der wunderschönen Sonnenaufgang auf dem Vulkan "Diamond Head", die wartenden Hulagirls am Waikiki-Beach, die Muschelkette als Medaille, einfach unglaubliche Bilder. Im Zielbereich lagen sich die Läufer in den Armen und manche sprangen sogar in Klamotten direkt zur Abkühlung ins Meer!
Obwohl der Hawaii Marathon schon zwei Jahre zurückliegt, schwärme ich noch immer meinen Freunden davon vor. Deswegen habe ich mir für das nächste Jahr einen neuen Höhepunkt ausgesucht: Im Februar geht es zum Marathon nach Tokio! Ich freue mich jetzt schon.
Wenn Du uns Deine Geschichte erzählen willst, kannst Du dies gerne machen. Schick deine Story mit ein paar Fotos von Dir oder ruhig auch Videosequenzen an folgende Email-Adresse: myhappyrun@brooksrunning.de.
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