Herztod
Brooks Running Academy
Plötzlicher Herztod beim Sport oder das Paradoxon körperlicher Aktivität
(„Paradox of exercise“)
Immer wieder ist in der Tagespresse von Sportlern jeden Alters und Trainingszustandes zu lesen, die beim Sport einen plötzlichen Herztod erlitten haben. „Sport ist Mord“ heißt es dann gerne und es wird der gesundheitliche Nutzen jeder breitensportlicher Aktivität in Frage gestellt: „…so gesund kann Sport gar nicht sein, wenn immer wieder auch gut trainierte Leistungssportler durch den plötzlichem Herztod beim Sport aus dem Leben gerissen werden?“
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass sich über 90% aller plötzlichen Herztodfälle in Ruhe und nicht unter körperlicher Belastung ereignen. Nur knapp 10% der Fälle ereignen sich unter körperlicher Anstrengung (körperliche Arbeit, sportliche Aktivität, etc.).
Das Risiko für den Läufer, einen plötzlichen Tod beim Marathon zu erleiden wird als sehr gering angesehen – man rechnet derzeit 0,5 bis 0,8 Herztodfällen pro 100.000 Marathonteilnehmer. 50% der plötzlichen Herztodfälle beim Marathon ereignen sich nach Kilometer 40.
Überdurchschnittlich häufig vom plötzlichen Herztod beim Sport betroffen sind:
- Männliche Läufer
- Lebensalter 40-50 Jahre
- Neu- und Wiedereinsteiger in den Sport, insbesondere bei plötzlichem und sehr intensivem Trainingsbeginn
- Läufer mit vorbestehenden Herzerkrankungen
- Läufer mit gesundheitlichen Risikofaktoren (Nikotingenuss, Bluthochdruck, Übergewicht, Blutfettstoffwechselstörungen)
Warnsymptome, die Anlass zur Trainings- oder Wettkampfunterbrechung und zeitnaher ärztlicher Abklärung sein sollten sind:
- Ungewohntes Herzklopfen oder Herzrasen mit Pulsunregelmäßigkeiten
- Schwindelgefühl und Kollapsneigung unter körperlicher Belastung
- Schmerzen und Engegefühl in der Brust, der Schulter oder dem Rücken sowie der Oberbauchregion
- Brennen und Druck hinter dem Brustbein bis in den Halsbereich
- Luftnot in Ruhe oder bei geringer körperlicher Anstrengung
- Druck, Völlegefühl oder Schmerzen im Oberbauch mit Übelkeit und Unwohlsein.

